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Liegeräder

Die wichtigsten Vorteile sind

  • Sitzposition:

    Eine sehr entspannte Körperhaltung (keine Belastung der Arme, Schultern, Handgelenke und des Rückens, praktisch keine Sitzprobleme),
  • Ermüdungsfreiheit:

    Die Hände können den Lenker entspannt festhalten und ertauben so nicht; ein Abstützen des Oberkörpers wie beim gewöhnlichen Fahrrad ist nicht notwendig. Durch den Sitz entstehen auch keine Druck- und Scheuerstellen im Gesäßbereich. Schultern und Nacken sind ebenfalls entspannt, da ein ständiges Nach-oben-Schauen, wie beim herkömmlichen Fahrrad, entfällt. Bei vielen Liegerädern (und Sesselrädern) schaut der Fahrer bei natürlicher Haltung des Nackens gerade nach vorne. Bei einigen sehr niedrigen Liegerädern mit flachem Sitz muss er den Kopf nach unten nehmen, um nach vorne zu schauen.
  • Gesundheit:

    Beim Liegeradfahren befindet sich die Wirbelsäule in entspannter Lage. Einige Mediziner haben nachgewiesen, dass die Bandscheiben im Optimalfall sich dabei sogar regenerieren (Dr. Zink im Auftrag der AOK München und in neuester Zeit diverse andere). Außerdem entfällt der Druck des Sattels auf den empfindlichen mittleren Beckenbereich, so dass sowohl wichtige Nerven nicht eingeklemmt werden und Männer mit z.B. Prostatabeschwerden beim Liegerad keine Probleme haben.
  • Luftwiderstand:

    Prinzipiell entfallen gegenüber normalen Rädern rund 20%-30% Luftwiderstand dank der hochliegenden Beine. Außerdem ergeben sich durch die gestreckte Sitzposition weniger bremsenden Luftwirbel und weniger Sog hinter dem Fahrer und eine insgesamt geringere Stirnfläche. Insbesondere eine Heckverkleidung, oft in Form eines Koffers, kann den Luftwiderstand nochmals deutlich senken. Gleiche Antriebsleistung vorausgesetzt, ermöglicht dies (bis auf große Steigungen) höhere Geschwindigkeiten des Liegerades.
  • Sicherheit:

    Der Schwerpunkt der meisten Liegeräder liegt deutlich unter dem konventioneller Fahrräder. Die gestreckt liegende Haltung mit Füßen nach vorn bedeutet einen wesentlichen Sicherheitsfaktor gegen Überschläge mit dem Kopf voran durch Überbremsen oder beim Aufprall auf ein Hindernis - was bei konventionellen Rädern die schwersten Unfälle mit den größten gesundheitlichen Folgen verursacht. Die geringere Fallhöhe trägt zu einer geringeren Verletzungsgefahr beim Kippen bei kleinen Geschwindigkeiten bei. Ein Liegerad wird aufgrund der Unbeweglichkeit des Oberkörpers nur geringfügig mit dem Körpergewicht balanciert, sondern hauptsächlich mit dem Lenker. Aufgrund kleinerer Räder fallen bei kleinen Geschwindigkeiten auch nur geringere Kreiselmomente an, so dass Liegeräder dann kippeliger wirken.
  • Kraftübertragung:

    Generell ermöglichen es die meisten Liegeräder, durch eine Abstützung des Beckens oder des Oberkörpers erhebliche Kräfte auf die Tretkurbel zu bringen, ohne dass durch Arme und Oberkörper eine entsprechende Gegenkraft aufgebaut werden muss. Dieses und die ermüdungsfreie Sitzposition s. o. vermeiden Muskelarbeit, die nicht dem Vortrieb dient, auch wenn bei niedriger Drehzahl mit einem hohen Drehmoment getreten wird. Dauerndes Fahren mit hohem Drehmoment kann allerdings Sehnen und Gelenke belasten. Auf dem Diamantrahmen kann für kurze Zeit ein noch höheres Drehmoment für schnellen Antritt und Sprint aufgebaut werden.


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